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Radical Listening

Radical Listening

The Art of True Connection
von Christian Van Nieuwerburgh 2025 208 Seiten
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Wichtigste Erkenntnisse

1. Radikales Zuhören als proaktiver, bewusster Weg zur Verbindung

Das kraftvollste Merkmal des radikalen Zuhörens ist, dass es eine für beide Seiten gewinnbringende Interaktion darstellt.

Mehr als nur aktives Zuhören. Radikales Zuhören baut auf dem traditionellen aktiven Zuhören auf, indem es die klare Absicht und das dynamische Engagement des Zuhörenden in den Mittelpunkt stellt. Es verwandelt das Zuhören von einer passiven Informationsaufnahme in einen proaktiven Prozess, der Beziehungen stärkt und neue Möglichkeiten schafft. Diese Herangehensweise erkennt an, dass bessere Gespräche zu besseren Beziehungen führen, die wiederum das allgemeine Wohlbefinden steigern und gesellschaftliche Probleme wie Einsamkeit und Konflikte mindern.

Absicht ist entscheidend. Ausgangspunkt des radikalen Zuhörens ist die Klarheit über das eigene „Warum“ als Zuhörer. Diese positive Absicht – sei es Verbindung, Wertschätzung, Einflussnahme, Lernen, Verstehen oder Problemlösung – prägt das gesamte Gespräch. Ohne einen definierten Zweck kann das Zuhören von inneren und zwischenmenschlichen Barrieren wie Vergleichen, Konkurrenzdenken, Gedankenlesen oder rein informativem bzw. verteidigendem Zuhören blockiert werden.

Wechselseitiger Nutzen. Indem der Fokus auf die Bedürfnisse des Sprechers gerichtet und Gespräche mit einer positiven Absicht geführt werden, entsteht eine für beide Seiten vorteilhafte Interaktion. Zuhörende bauen stärkere Verbindungen auf, werden als empathisch wahrgenommen und erleben ein gesteigertes Wohlbefinden. Sprecher fühlen sich wertgeschätzt, verstanden und befähigt, klarer zu denken, was ein breiteres Unterstützungsnetzwerk fördert.

2. Innere Zuhörfähigkeiten bilden die Grundlage wahrer Verbindung

Zuhören ist zu einem großen Teil ein innerer Vorgang.

Mehr als äußere Zeichen. Während aktives Zuhören oft sichtbare Signale wie Blickkontakt und Nicken betont, geht radikales Zuhören tiefer und fokussiert auf die entscheidenden inneren Prozesse, die effektive Kommunikation ermöglichen. Diese verborgenen kognitiven Fähigkeiten – Wahrnehmen, Stille und Akzeptanz – sind essenziell, um den mentalen Raum und die Offenheit zu schaffen, die für echte Verbindung nötig sind. Sie erlauben es dem Zuhörenden, sich voll auf die Botschaft des Sprechers einzulassen, ohne von inneren Ablenkungen gestört zu werden.

Mentale Vorbereitung. Bevor eine äußere Reaktion erfolgt, kultiviert der radikale Zuhörer einen inneren Zustand, der tiefes Engagement ermöglicht. Dies umfasst:

  • Wahrnehmen: Aufmerksam wichtige Gesprächselemente fokussieren.
  • Stille schaffen: Den inneren Dialog und Emotionen beruhigen, um Ruhe zu erzeugen.
  • Akzeptieren: Eine offene Haltung gegenüber den Ansichten des Sprechers einnehmen, ohne zu urteilen.

Soziale Bedingungen fördern. Die bewusste Anwendung dieser inneren Fähigkeiten schafft die sozialen Voraussetzungen für radikales Zuhören. Durch die Beherrschung dieser inneren Disziplinen stellen Zuhörende sicher, dass sie vollständig präsent und empfänglich sind – die Basis für bedeutungsvolle und wirkungsvolle äußere Interaktionen.

3. Wahrnehmen: Die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche lenken

Was wir wahrnehmen, wird stark von unserer Absicht beeinflusst.

Mehr als nur schauen. Wahrnehmen ist ein bewusster Akt der gezielten Fokussierung der Aufmerksamkeit und unterscheidet sich vom bloßen Beobachten. Es bedeutet, aktiv nach Informationen zu suchen und Relevantes zu erkennen – ähnlich wie ein Student, der eine Anomalie in NASA-Daten entdeckt, die anderen entgangen ist. Unsere Fähigkeit zu wahrnehmen wird maßgeblich von unserer Zuhörabsicht gelenkt, die unseren „Aufmerksamkeits-Scheinwerfer“ auf bestimmte Details richtet.

Aufmerksamkeit steuern. Effektives Wahrnehmen erfordert das Verständnis und die Steuerung verschiedener Aufmerksamkeitsarten:

  • Geteilte Aufmerksamkeit: Multitasking erschwert das Wahrnehmen; weniger Ablenkung verbessert den Fokus.
  • Selektive Aufmerksamkeit: Konzentration auf bestimmte Informationen bei gleichzeitiger Ausblendung von Störfaktoren, was jedoch zu „Unaufmerksamkeitsblindheit“ führen kann.
  • Geteilte Aufmerksamkeit: Gemeinsamer Fokus mit anderen fördert Verbindung und Motivation.

Informationsebenen. Radikale Zuhörende lenken ihre Aufmerksamkeit bewusst auf verschiedene Informationskategorien, darunter:

  • Physisch: Haltung, Mimik, Gestik.
  • Verhaltensbezogen: Handlungen und Ziele.
  • Mental: Emotionale Zustände, Werte, Einstellungen, Motive.
  • Sozial: Einsichten in Beziehungen.
  • Linguistisch: Was gesagt wird, wie es gesagt wird (Tonfall, Tempo, Fachsprache) und warum (verborgene Motive).

Durch gezielte Aufmerksamkeit gewinnen radikale Zuhörende tiefere Einsichten und zeigen echtes Engagement.

4. Stille: Eine aktive Fähigkeit für tieferes Verstehen und Verbindung

Eines ist sicher: Stille ist eine Voraussetzung für gutes Zuhören.

Stille als Fähigkeit. Radikales Zuhören definiert Stille nicht nur als Abwesenheit von Geräuschen, sondern als aktive, bewusste Fähigkeit. Sie umfasst den strategischen Einsatz von Schweigen und das Management von Lärm – sowohl äußerlich als auch innerlich – um eine optimale Umgebung für tiefes Zuhören zu schaffen. Dies steht im Gegensatz zu der häufigen Unbehaglichkeit, die viele mit Stille verbinden und oft fälschlich als peinliche Pause oder Kommunikationsversagen interpretieren.

Funktionen der Stille. Schweigen erfüllt verschiedene Zwecke für Sprecher und Zuhörer:

  • Für Sprecher: Wortwahl treffen, Gesprächswechsel signalisieren, dramatische Pausen setzen.
  • Für Zuhörer: Informationen verarbeiten, angemessene Reaktionen zeigen, Zustimmung signalisieren, Kontroversen vermeiden, Verständnis fördern, Emotionen regulieren.

Stille Räume schaffen. Radikale Zuhörende kultivieren Stille auf mehreren Ebenen aktiv:

  • Innere Stille: Inneren Lärm und Emotionen beruhigen, um volle Konzentration zu ermöglichen.
  • Gesprächsstille: Normen wie Vertraulichkeit und Transparenz etablieren.
  • Umgebungsstille: Physische Ablenkungen minimieren und die Bedeutung des Gesprächs signalisieren.

Das bewusste Verstehen und Anwenden von Stille erlaubt es Zuhörenden, sich zu fokussieren, Informationen zu verarbeiten und überlegter zu reagieren – was eine tiefere Verbindung fördert.

5. Akzeptanz: Offenheit, Demut und Neugier annehmen

Einfach gesagt ist Akzeptanz die psychologische Anerkennung der Situation, wie sie ist, ohne sofortige Veränderungsversuche.

Offenheit ohne Zustimmung. Akzeptanz im radikalen Zuhören bedeutet, eine geistige Offenheit gegenüber dem, was andere kommunizieren, einzunehmen – ohne sofort zu urteilen oder zustimmen zu müssen. Es geht darum, die Sichtweise des Sprechers, die Situation und auch die eigenen Grenzen anzuerkennen und so einen pragmatischen Dialog zu ermöglichen. Diese wichtige innere Fähigkeit erlaubt es Zuhörenden, Informationen aufzunehmen, ohne von eigenen Vorurteilen oder Agenden abgelenkt zu werden.

Hindernisse überwinden. Häufige Barrieren für Akzeptanz sind der Glaube, immer Recht zu haben, das Zuhören mit der Absicht zu widerlegen, oder übertriebene Höflichkeit, die echtes Engagement verhindert. Radikale Zuhörende arbeiten aktiv gegen diese Tendenzen, indem sie bestimmte geistige Haltungen kultivieren.

Wesentliche Fähigkeiten für Akzeptanz:

  • Intellektuelle Demut: Die Grenzen des eigenen Wissens und die Fehlbarkeit der eigenen Ideen anerkennen. Dies fördert Offenheit für neue Informationen und gegensätzliche Standpunkte, was zu zivilisiertem Diskurs und Empathie führt.
  • Neugier: Aktiv nach neuen Informationen und Erfahrungen suchen, besonders soziale Neugier gegenüber anderen. Den Sprecher und das Thema als „Geheimnis“ zu betrachten, steigert das Engagement und reduziert vorschnelle Urteile.

Durch die Annahme von intellektueller Demut und Neugier können radikale Zuhörende über eigene Vorurteile hinausgehen, andere wirklich hören und deren Erfahrungen sowie Werte akzeptieren – selbst wenn sie deren Schlussfolgerungen widersprechen.

6. Äußere Zuhörfähigkeiten fördern aktives Engagement und Beziehung

Radikales Zuhören baut darauf auf und ergänzt es um noch aktivere Fähigkeiten wie Nachfragen.

Mehr als innere Prozesse. Während innere Fähigkeiten wie Wahrnehmen und Akzeptanz grundlegend sind, legt radikales Zuhören auch Wert auf sichtbare, verhaltensorientierte Interventionen, die das Gespräch aktiv gestalten. Diese „äußeren Fähigkeiten“ – Anerkennen, Fragenstellen und Einwenden – zeigen Engagement, bauen Beziehung auf und laden den Sprecher zu tieferer Kommunikation ein. Sie verwandeln den Zuhörenden vom passiven Empfänger zum aktiven, mitgestaltenden Teilnehmer.

Dynamische Interaktion. Diese Fähigkeiten sind keine bloßen Techniken, sondern dynamische Werkzeuge, die bewusst eingesetzt werden, um bestimmte Gesprächsergebnisse zu erzielen. Sie dienen dazu:

  • Anerkennen: Die Beiträge und Perspektiven des Sprechers explizit wertzuschätzen.
  • Fragen: Nachdenkliche Fragen zu stellen, die Interesse zeigen und zur Reflexion anregen.
  • Einwenden: Strategisch zu unterbrechen, um Engagement zu signalisieren, Energie aufzubauen oder Klarheit zu schaffen.

Investition zeigen. Der gezielte Einsatz äußerer Fähigkeiten signalisiert dem Sprecher, dass er wirklich gehört, verstanden und geschätzt wird. Diese aktive Teilnahme fördert Vertrauen und Verbindung, wodurch das Gespräch für beide Seiten produktiver und bedeutungsvoller wird.

7. Anerkennen: Andere durch bewusste Wertschätzung bestätigen

Wenn Sie radikal zuhören, geben Sie Ihrem Gesprächspartner den Beweis, dass er zählt.

Kern des radikalen Zuhörens. Anerkennen bedeutet, die Anstrengungen, Perspektiven, Stärken, Werte oder Prinzipien einer anderen Person ausdrücklich zu würdigen. Es ist der Ausdruck von Respekt und positiver Wertschätzung, der den Sprecher sichtbar, verstanden und geschätzt fühlen lässt. Diese Fähigkeit ist entscheidend für den Aufbau und Erhalt starker Beziehungen.

Sieben Ebenen der Anerkennung: Dieses Modell hilft Zuhörenden, angemessene Reaktionen zu wählen:

  • Verurteilen: Erfahrungen oder Gefühle ablehnen (zu vermeiden).
  • Abwerten: Erfahrungen aktiv entwerten (zu vermeiden).
  • Herunterspielen: Bedeutung minimieren (zu vermeiden).
  • Neutralisieren: Eine neutrale Haltung einnehmen (selten, bei sensiblen Themen).
  • Aufwerten: Durch kurze Zusammenfassungen oder Signale Wert hinzufügen (häufig genutzt).
  • Bestätigen: Explizit die Anerkennung des Themas kommentieren (gelegentlich genutzt).
  • Mitgehen: Sich in die Erfahrung oder Emotion einfühlen (gelegentlich, mit hoher Energie).

Verbindung stärken. Forschungen von John Gottman zu „Bids“ und Shelly Gable zu „aktiver konstruktiver Reaktion“ zeigen, dass ein begeistertes „Sich-Zuwenden“ zu positiven Nachrichten und Bemühungen anderer Beziehungen stärkt. Authentisches und kulturell angemessenes Anerkennen fördert Selbstvertrauen und Wohlbefinden und vertieft die Beziehung.

8. Fragenstellen: Ein kraftvolles Werkzeug für Engagement und tiefere Einsichten

Jede vom Zuhörer gestellte Frage ist eine Einladung an den Sprecher, mehr zu teilen.

Mehr als Informationsbeschaffung. Fragen im radikalen Zuhören sind weit mehr als das Einholen von Antworten; sie sind eine dynamische Einladung an den Sprecher, sich zu entfalten, zu reflektieren und sich gehört zu fühlen. Während geschlossene und einschränkende Fragen ihre Berechtigung für Effizienz haben, sind offene Fragen unerlässlich, um Themen tiefgründig zu erkunden, Neugier zu zeigen und neue Denkansätze anzuregen.

Funktionen wirksamer Fragen:

  • Interesse zeigen: Signalisiert Engagement und ermutigt zum Weitersprechen.
  • Demut ausdrücken: Validiert den Sprecher und bietet ihm Raum zur Mitgestaltung.
  • Beziehungen aufbauen: Drückt Commitment und Investition in die Person aus.
  • Neues Denken anregen: Öffnet Türen für Perspektivwechsel und kreative Lösungen.

Fragetypen für radikales Zuhören:

  • Ergänzend: Fordert weitere Details an.
  • Bestätigend: Betont Positives.
  • Einfühlsam: Zeigt hohes Engagement oder Mitgefühl.
  • Feierlich: Lädt zur Reflexion über Erfolge ein.
  • Zukunftsorientiert: Lenkt den Blick auf positive Ergebnisse.

Das Vermeiden von „Cluster-“, „Schwafel-“, „Zufalls-“, „Trojaner-“ (versteckte Ratschläge) und „rhetorischen“ Fragen sichert echtes Engagement. Selbst Mikrofragen oder strategische Stille können als kraftvolle Einladungen wirken, ohne den Sprecher zu unterbrechen.

9. Einwenden: Geschickte, zeitgerechte Unterbrechungen bereichern das Gespräch

So widersprüchlich es klingt: Einwenden ist ein wesentlicher Teil des Zuhörens.

Unterbrechungen neu denken. Obwohl oft als unhöflich empfunden, ist Einwenden im radikalen Zuhören eine geschickte, engagierte Kommunikationsform. Es bedeutet „überlappendes Sprechen“, bei dem der Redebeitrag kurz übernommen, aber schnell an den ursprünglichen Sprecher zurückgegeben wird – ein Zeichen von Begeisterung und Unterstützung, nicht von Respektlosigkeit. Dies unterscheidet sich deutlich vom „Podium stehlen“ oder „Mikrofon an sich reißen“, die tatsächlich störend sind.

Arten von Einwürfen:

  • Minimale Ermutiger: Kleine Signale wie „mhmm“ oder „ja“, um den Sprecher zum Weitersprechen zu motivieren.
  • Humor: Leichtfüßige Kommentare, die Beziehung aufbauen.
  • Warnungen: Hinweise auf unmittelbare Situationen (z. B. „Er steht hinter dir!“).
  • Klarstellungen/Hilfen: Unterstützung bei der Artikulation oder dem Verständnis eines Punktes.

Kulturelle Nuancen und Timing. Die Akzeptanz von Einwürfen variiert stark zwischen Kulturen und beeinflusst Höflichkeitsempfinden sowie Gesprächsfluss. Radikale Zuhörende entwickeln „Code-Switching“-Fähigkeiten, um ihren Stil anzupassen. Das richtige Timing ist entscheidend, wobei Einwürfe besonders wirksam sind, wenn sie:

  • Prozedural: Den Gesprächsablauf steuern (z. B. Zeitkontrolle).
  • Betont: Wichtige Punkte hervorheben oder starke Reaktionen zeigen.
  • Strategisch: Spezifische Ziele verfolgen, wie Spannungen abbauen oder Unterstützung mobilisieren.

Geschicktes Einwenden vermittelt Begeisterung und aktive Teilnahme und macht das Gespräch lebendiger und verbindender.

10. Kultur: Der unsichtbare Architekt der Zuhördynamik

Kultur prägt auf tiefster Ebene unsere Psychologie und unser Verhalten.

Mehr als sichtbare Merkmale. Kultur ist weit mehr als Kleidung oder Sprache; sie ist eine geteilte Weltsicht, die beeinflusst, wie Menschen denken, fühlen, interagieren und kommunizieren. Für radikales Zuhören ist das Verständnis dieser tiefen kulturellen Nuancen entscheidend, um Botschaften richtig zu deuten und angemessen zu reagieren – besonders in interkulturellen Begegnungen. Allgemeine Muster können als Orientierung dienen, individuelle Unterschiede müssen jedoch beachtet werden.

Psychologische Folgen. Kulturelle Prägungen, insbesondere Individualismus versus Kollektivismus, beeinflussen maßgeblich:

  • Selbstbild: Unabhängig vs. Teil einer Gruppe.
  • Persönliche Kontrolle: Gestalter der Veränderung vs. Anpassung an Umstände.
  • Aufmerksamkeitsfokus: Objekte wahrnehmen vs. Kontext beachten.
  • Objektgruppierung: Nach Kategorien vs. nach Beziehungen sortieren.

Aspekte interkultureller Kommunikation:

  • Kontextbezug: Niedrigkontext (direkt) vs. Hochkontext (nuanciert).
  • Nonverbales Verhalten: Unterschiedliche Nutzung von Blickkontakt, Lächeln und Gestik.
  • Zuhörnormen: Variationen in Gesprächstempo und Redeanteilen.
  • Emotionale Ausdrucksfähigkeit: Wie offen und welche Emotionen gezeigt werden.
  • Konflikttoleranz: Direkte vs. indirekte Konfliktansätze.
  • Hierarchiebeachtung: Formalität vs. Lockerheit im Umgang.

Radikale Zuhörende nutzen kulturelle Intelligenz, um diese Ebenen zu entschlüsseln, das Verständnis zu vertiefen und echte Verbindung über kulturelle Grenzen hinweg zu fördern.

11. „Fruchtbaren Boden“ für hochwertige Gespräche schaffen

Mit „fruchtbarem Boden“ sind Umgebungen gemeint, die radikales Zuhören begünstigen.

Die Umgebung zählt. Radikales Zuhören geschieht nicht isoliert; seine Wirksamkeit hängt stark vom Umfeld ab – physisch, kulturell, beruflich und organisatorisch. „Fruchtbaren Boden“ zu schaffen bedeutet, diese Kontexte bewusst so zu gestalten, dass sie hochwertige, sinnvolle Gespräche ermöglichen – ähnlich wie ein Landwirt den Boden für eine reiche Ernte vorbereitet.

Merkmale fruchtbaren Bodens:

  • Vertrauen: Hohe Vertrauensniveaus, aufgebaut durch Vertrauenswürdigkeit und die Annahme positiver Absichten, sind grundlegend.
  • Zeitnahe Gespräche: Flexibilität und Zugänglichkeit, um wichtige Gespräche bei Bedarf zu führen.
  • Veränderungsmöglichkeit: Der Glaube an positive Veränderung fördert Hoffnung und konstruktiven Dialog.
  • Autonomie: Menschen befähigen, Entscheidungen zu treffen und Initiative zu ergre

Zuletzt aktualisiert:

Report Issue

Rezensionsübersicht

4.00 von 5
Durchschnitt von 55 Bewertungen von Goodreads und Amazon.

»Radical Listening« erhält von den Lesern viel Lob und erreicht eine durchschnittliche Bewertung von 4,08 von 5 Sternen. Besonders geschätzt werden die praxisnahen Beispiele, Tipps und Techniken zur Verbesserung der Hörfähigkeiten. Das Buch wird als leicht verständlich, inspirierend und wertvoll für die Optimierung von Gesprächen und zwischenmenschlichen Verbindungen beschrieben. Es behandelt Themen, die in anderen Werken zum Thema Zuhören oft fehlen, und überzeugt durch eine zugängliche Sprache sowie anschauliche Beispiele. Viele Leser empfinden es als hilfreiches Werkzeug für persönliche Weiterentwicklung, Coaching und den Aufbau besserer Beziehungen. Zwar ist es nicht perfekt, doch schließt es wichtige Lücken, die andere Bücher zu diesem Thema hinterlassen.

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Über den Autor

Christian Van Nieuwerburgh ist Mitautor des Buches „Radical Listening: The Art of True Connection“, das er gemeinsam mit Robert Biswas-Diener verfasst hat. Van Nieuwerburgh ist bekannt für seine Arbeiten im Bereich Coaching und Positive Psychologie. Er hat mehrere Bücher zu den Themen Coaching und Führung geschrieben, wobei sein Fokus auf der Bedeutung effektiver Kommunikation und Zuhörfähigkeiten liegt. Sein Ansatz hebt die Kraft des bewussten Zuhörens hervor, um echte Verbindungen zu schaffen und persönliches sowie berufliches Wachstum zu fördern. Dabei verbindet Van Nieuwerburgh praktische Strategien mit wissenschaftlicher Forschung, wodurch er komplexe Konzepte für ein breites Publikum verständlich macht. Als anerkannter Experte auf seinem Gebiet ist er regelmäßig als Redner auf Konferenzen zu Gast und leitet Workshops zu Coaching und Kommunikation.

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